Das Stadtbild & die Bäume

Erhält das historische Stadtbild und die Alleen.

Die markanten Stadtbäume gehören zu Wiesbadens Stadtbild dazu – und das wird auch mit der CityBahn so bleiben. Es ist klar, dass wie bei jeder großen Infrastrukturmaßnahme auch bei dem Bau der CityBahn Bäume weichen müssen. Doch das passiert nur, wenn dies absolut notwendig ist. Die Lagepläne zeigen, wo dies der Fall sein könnte.

Die CityBahn fügt sich nicht nur in das Stadtbild ein – sie verbessert es.

Die bisherige Ausrichtung Wiesbadens als Autostadt muss sich verändern – der Straßenraum muss gerechter aufgeteilt werden, weil er den zeitgemäßen Anforderungen nicht mehr entspricht. Durch die CityBahn kann die Verteilung von Radwegen, Parkplätzen und Grünflächen insofern neu gestaltet werden, dass langfristig alle Verkehrsteilnehmer von ihr profitieren und sich wohlfühlen. 

Eine große Kirche an einem belebten Ort
© Die Büros des Stadtplanungsamts Wiesbaden: StadtGestaltung, GRUPPE PLANWERK, VerkehrsConsult Dresden-Berlin, tagebau
Aufenthaltsqualität
Grünflächen
Denkmalschutz

Mehr Raum zum Wohlfühlen

Durch die CityBahn wird Platz für breitere Fußgängerwege und den Radverkehr in Wiesbaden geschaffen – Bürgerinnen und Bürger können entspannt an ihr Ziel radeln oder laufen. Das kommt nicht nur der Luftqualität zugute, sondern auch dem Einzelhandel. Cafés, Restaurants und sonstige Geschäfte profitieren von der wachsenden Laufkundschaft.

Mehr Platz zum Durchatmen

Alleen und markante Stadtbäume gehören klar zu Wiesbadens Stadtbild – das wird auch mit der CityBahn so bleiben. An bestimmten Stellen jedoch, etwa in Haltestellenbereichen, wird es nicht zu vermeiden sein, dass einige Bäume weichen müssen. Doch keine Sorge: Für jeden zu entnehmenden Baum finden Ersatzpflanzungen im Umfeld statt. Dadurch bietet sich sogar die Chance, das Straßengrün raumbildend neu zu strukturieren und so Stadträume und Freibereiche neu zu gestalten. Und nicht zuletzt bringt die CityBahn selbst durch die Rasengleise mehr Grün in die Stadt.

Mehr Ecken zum Erinnern

Die CityBahn soll sich harmonisch in das Stadtbild einfügen – auch mit Blick auf das historische Stadtbild in Wiesbaden. Damit das gut funktioniert, wird unter anderem bei der Auswahl von Oberleitungsmasten, bei der Beleuchtung sowie bei der Gestaltung der Haltestellen darauf geachtet, die verschiedenen Elemente in Einklang mit der historischen Bausubstanz zu bringen. Wie gut das funktionieren kann, zeigen Städte wie Heidelberg, Karlsruhe oder das französische Lyon: Hier machen moderne Straßenbahnen gemeinsam mit denkmalgeschützten Gebäuden und Straßenzügen das Stadtbild aus.

Ein Mann mit schwarzer Brille und hellbraunen Harren lächelt in die Kamera.
Die CityBahn bietet die Chance, Reparaturen am Stadtbild vorzunehmen, die im Duktus der autogerechten Stadt entstanden sind. Innerstädtische, heute vom Verkehr dominierte Straßen wie etwa die Rheinstraße erhalten dadurch mehr Aufenthaltsqualität und machen die Stadt lebenswerter.
Camillo Huber-Braun

Leiter des Stadtplanungsamts Wiesbaden

Wie könnte das neue Stadtbild aussehen?

Nicht nur auf die Linienführung der CityBahn kommt es an – ebenso entscheidend ist, wie sich die Stadt links und rechts der Gleise entwickelt. Visualisierungen des Stadtplanungsamts Wiesbaden zeigen, wie das aussehen könnte. Die modifizierten Vorschläge für den Rathenauplatz in Biebrich, die Rheinstraße zwischen Kirchgasse und Luisenplatz, die Biebricher Allee im Bereich Fischerstraße und die Klarenthaler Straße, Ecke Dotzheimer Straße, wurden aufbauend auf der Entwurfsplanung der CityBahn GmbH vom Stadtplanungsamt entwickelt.  

© Stadtplanungsamt Wiesbaden und beauftragte Planungsbüros: StadtBahnGestaltung, GRUPPE PLANWERK, VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, tagebau architekten + designer

Auf der Dotzheimer Straße wäre eine Umweltspur sinnvoll – die Bäume könnten hier größtenteils erhalten werden: Entfallende Bäume werden im unmittelbaren Umfeld ersetzt.

 

 

Mögliche Planung des Fischerrondells aus der Vogelperspektive.
© Stadtplanungsamt Wiesbaden und beauftragte Planungsbüros: StadtBahnGestaltung, GRUPPE PLANWERK, VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, tagebau

In diesem Bereich könnten ein durchgehendes Radverkehrsangebot, eine Weiterführung der Alleebepflanzung bis an den ersten Ring sowie breitere Seitenräume das Stadtbild verändern. Ziel ist es, die Biebricher Allee bis zum 1. Ring als Baumallee zu erweitern.

 

Möglicher Plan des Luisenplatzes aus der Vogelpersketive.
© Stadtplanungsamt Wiesbaden und beauftragte Planungsbüros: StadtBahnGestaltung, GRUPPE PLANWERK, VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, tagebau architekten + designer

Die Visualisierung dieses Abschnitts der Rheinstraße zeigt, dass alle Bäume in diesem Streckenabschnitt erhalten bleiben können. Mehr noch:  Im Laufe der Zeit entstandene Lücken im Baumbestand werden ergänzt.

© Stadtplanungsamt Wiesbaden und beauftragte Planungsbüros: StadtBahnGestaltung, GRUPPE PLANWERK, VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, tagebau architekten + designer
Eine Straßenbahn die vorsichtig duch eine belebte Straße fährt
© Stadtplanungsamt Wiesbaden und beauftragte Planungsbüros: StadtBahnGestaltung, GRUPPE PLANWERK, VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, tagebau architekten + designer
Eine Straßenbahn die an einem Park vorbeifährt
© Stadtplanungsamt Wiesbaden und beauftragte Planungsbüros: StadtBahnGestaltung, GRUPPE PLANWERK, VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, tagebau architekten + designer
Eine Straßenbahn entgegen der Autostraße
© Stadtplanungsamt Wiesbaden und beauftragte Planungsbüros: StadtBahnGestaltung, GRUPPE PLANWERK, VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, tagebau architekten + designer
Straßenbahn die vorsichtig durch eine Fußgängerzone fährt
© Stadtplanungsamt Wiesbaden und beauftragte Planungsbüros: StadtBahnGestaltung, GRUPPE PLANWERK, VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, tagebau architekten + designer

100.000 Quadratmeter Grünfläche für Freiburg dank Straßenbahn

Veränderung kann so schön sein: Wo vorher eine vierspurige Straße durch die Innenstadt verlief, lädt in Freiburg jetzt ein Boulevard zum Spazieren und Bummeln in den umliegenden Geschäften ein. Neben breiten Fußgängerwegen prägen auch Rasengleise das Stadtbild – diese sind für Wiesbaden ebenfalls geplant.

Video Vordergrund

   

 

Welche Möglichkeiten zur Umsetzung der Fahrspur gibt es?

Bei der Planung für Fahrspuren von Straßenbahnen gibt es unterschiedliche Varianten. Soweit dies möglich ist, wird die CityBahn auf Grüngleisen unterwegs sein.

Grüngleis

Rasengleise verbessern das Stadtklima, dämpfen Fahrgeräusche und binden den Feinstaub aus der Umgebung. Und ganz nebenbei werten sie durch zusätzliches Grün auf den Straßen das Stadtbild auf.

Asphaltdecke

Auf Streckenabschnitten, die sich die Straßenbahn mit den anderen Verkehrsteilnehmern teilt, werden die Gleise in Asphalt gefasst.

Pflasterung

Damit sich die Straßenbahn in Wiesbaden auch harmonisch in das historische Stadtbild einfügen kann, werden die Gleise an Plätzen in die besondere Bepflasterung integriert.

Schottergleis

Einige Teilstücke der Aartaltrasse verlaufen durch Waldgebiete. Hier liegen die Gleise wie bisher in Schotterbetten.

Strom aus dünnen Drähten

Ein modern gestaltetes Tramsystem kann das Stadtbild nicht nur ergänzen, sondern sogar bereichern. Das Thema Fahrdraht ist dabei jedoch ein häufiger Streitpunkt im Dialog um Neubaustrecken – obwohl die Drähte seit dem späten 19. Jahrhundert zum Stadtbild vieler europäischer Städte gehören. Häufig können Fahrdrähte an vorhandenen Beleuchtungsmasten integriert werden, die zu Mehrzweckmasten umgestaltet werden. Dies soll weitmöglichst auch in Wiesbaden und Mainz umgesetzt werden.

Zu sehen ist eine animierte Grafik, die zeigt, dass ein Fahrdraht kleiner ist als ein Centstück.

Klein aber kraftvoll

Kettenfahrdraht hat neben dem eigentlichen Fahrdraht noch ein Tragseil, das zusätzliche Stabilität bringt. Am Tragseil kann die Oberleitung über längere Abschnitte gespannt werden, sodass weniger Masten benötigt werden. Zudem ist der Fahrdraht weniger auffällig, als viele Bürgerinnen und Bürger befürchten. Mit einem Gesamtregelquerschnitt von 110 bis zu 120 mm² ist der Fahrdraht aus Elektrolytkupfer sogar kleiner als eine 1-Cent-Münze.

OnlineDialog Live: "Das Stadtbild" mit Sabine Elberfeld und Hans-Martin Kessler

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Häufig gestellte Fragen zu Stadtbild und Gestaltung

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Stadtplanung und Mobilität: Wiesbaden auf dem Weg

Lagepläne & Visualisierungen des Stadtplanungsamtes Wiesbaden