DIE INVESTITION

Zahlt sich aus und stärkt die Region.

Die Fördersummen für nachhaltige Mobilitätsprojekte in Städten waren noch nie so hoch wie heute. Deswegen ist die CityBahn nicht nur eine Jahrhundertbaumaßnahme, sondern auch eine Jahrhundertchance: Sie ist eine Investition in den Wirtschaftsstandort, die Umwelt, die Lebensqualität und nicht zuletzt auch ein Konjunkturprogramm für Wiesbaden und die Region.

Warum investieren wir in die Region?

Weil wir Zeit sparen.
Weil wir Emissionen vermeiden.
Weil wir Betriebskosten sparen.
Weil wir die Mobilität flexibler machen.
900000

Stunden weniger Reisezeit pro Jahr.

Dank neuer Verbindungen und eigener Fahrspur kommen Fahrgäste mit der CityBahn schneller ans Ziel: Laut Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) sinkt die Reisezeit auf den betroffenen Relationen an Werktagen um rund 3.000 Stunden – das sind ungefähr 900.000 Stunden pro Jahr. Berechnet man den jährlichen Nutzen dieser Reisezeitgewinne entsprechend der Vorgaben der Standardisierten Bewertung (Faktor von 300 Tagen auf ein Jahr hochgerechnet für Erwachsene und 250 Tage für den Schülerverkehr), ergibt sich daraus eine Summe von ca. 6,2 Millionen Euro.

686000

Euro vermiedene Emissionsschäden.

Klimafreundlich unterwegs zu sein, bedeutet nicht nur für die Umwelt ein dickes Plus, sondern auch für den Geldbeutel – denn Emissionen lassen sich in Euro umrechnen. Der Wertansatz liegt bei 149 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid. Die CityBahn kann rund 4.500 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr vermeiden, obendrauf kommen Einsparungen aus sonstigen Emissionsschäden, sodass sich rund 816.000 Euro jährlich einsparen lassen. Natürlich fallen auch durch den öffentlichen Verkehr Emissionen an – jedoch deutlich weniger: Der Wert der Emissionen für den ÖPNV, in den auch die Stromerzeugnisse der Straßenbahn einfließen, beträgt rund 130.000 Euro. Werden diese Werte gegenrechnet, lassen sich insgesamt mit der CityBahn 686.000 Euro an Emissionsschäden vermeiden.

8100000

Euro pro Jahr weniger Pkw-Betriebskosten.

Die CityBahn wird die Straßen der Region entlasten. Wie Prognosen zeigen, können mit der modernen Straßenbahn ca. 36,5 Millionen Pkw-Kilometer pro Jahr vermieden werden. Dadurch ergibt sich ein volkswirtschaftlicher Nutzen von 8,1 Millionen Euro vermiedener Betriebskosten für den motorisierten Individualverkehr.

2200000

Euro im Jahr durch zusätzliche nachhaltige Mobilität.

Mit der CityBahn werden neue Verbindungen geschaffen, von denen viele Menschen aus der Region profitieren. Dieser induzierte Verkehr – also zusätzlicher Verkehr, der auf den Ausbau neuer Verkehrswege und Verkehrsangebote zurückzuführen ist – beläuft sich gemäß NKU auf rund 5.000 Fahrgäste pro Tag. Dadurch entsteht gemäß Standardisierter Bewertung ein volkswirtschaftlicher Nutzen von rund 2,2 Mio. Euro jährlich.

Was ist eigentlich eine Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU)?

Die Nutzen-Kosten-Untersuchung, kurz NKU, ist ein standardisiertes Verfahren des Bundesverkehrsministeriums und prüft, ob ein Projekt förderfähig ist. Dabei werden umfassende Kriterien berücksichtigt – zum Beispiel auch Klima- und Umweltwirkungen, Verkehrssicherheitsaspekte, Kosten des ÖPNV-Betriebs und der Infrastruktur. Die Rechenschritte in dem Standardisierten Bewertungsverfahren sind fest vorgegeben. Für die CityBahn wurde in einer ersten Berechnung ein Nutzen-Kosten-Quotient (NKQ) von 1,5 ermittelt. Das bedeutet, dass der gesamtwirtschaftliche Nutzen der CityBahn deutlich die Kosten des Projekts übersteigt – und zwar um 50 Prozent. So erwirtschaftet jeder investierte Euro rund 1,5 Euro Nutzen in diesem Projekt.

Wie hoch sind die Investitionen in die Region?

Die Machbarkeitsuntersuchung aus dem Jahr 2016 hat die Investitionen für die Strecke von Mainz bis Bad Schwalbach auf rund 305 Millionen Euro geschätzt, eine überschlägige Aktualisierung auf Basis der neuen Planungsparameter und der bundesweit gestiegenen Baukosten ergeben einen Betrag von bis zu 426 Millionen Euro. Da sich auch die Fördersätze des Bundes seit Anfang 2020 erhöht haben – der Bund gibt jetzt bis zu 75 Prozent – und die Länder ebenfalls das Projekt fördern werden, ist davon auszugehen, dass der Anteil der Kommunen rund 10 Prozent betragen wird.
Quelle: bundesregierung.de

 

Bund

Land

Kommune

 

 

 

 

20.53

Euro pro Kopf pro Jahr bis 2026.

Was bedeutet das konkret?

Ausgehend von den 426 Millionen Euro, die anhand neuer Planungsparameter errechnet wurden, beläuft sich der Anteil für Wiesbaden für den Bau der CityBahn auf 287.5 Millionen Euro, die von Bund und Land mit bis zu 90 Prozent gefördert werden. Würde man diesen verbleibenden kommunalen Anteil von 10 Prozent auf die Einwohner Wiesbadens umrechnen, beträgt der Anteil für jede Wiesbadenerin und jeder Wiesbadener auf den Projektraum bis 2026 gerechnet nur etwas mehr als 20 Euro pro Jahr für die Realisierung einer modernen Straßenbahn.

Zum Vergleich: Für einen Pkw sind die Kosten pro Jahr für den Einzelnen deutlich höher. Zusammengerechnet ergeben Wartung, Reparaturen (ca. 500 Euro), Versicherung (ca. 500 Euro) und Kfz-Steuer (ca. 60 Euro) eine Summe von bis zu 1.060 Euro pro Jahr. Weitere Kosten wie Benzin oder Parkgebühren sind hierbei noch nicht in die Berechnungen mit einbezogen (Quelle).

 

 

 

Warum wird das Geld nicht an anderer Stelle eingesetzt?

Ganz einfach: Das Geld steht für andere Projekte nicht zur Verfügung, denn die Fördermittel sind rein zweckgebunden. Das heißt, dass sie aus einem Topf zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs kommen und deshalb z. B. nicht in Kitas oder Schulen investiert werden können. Darüber hinaus kann es auch nicht um ein „entweder-oder“ gehen. Unsere Kinder haben schließlich nicht nur einen Anspruch auf eine gute Ausbildung, sondern auch auf saubere Luft und eine nachhaltige und klimaschonende Mobilität. Wird die CityBahn nicht realisiert, würden die durch Stau und Luftverschmutzung verursachten Folgekosten weiter steigen – und damit auch die Belastungen für die nachfolgenden Generationen.

Viele andere Städte bauen deshalb mit der Förderung des Bundes ihre nachhaltigen Mobilitätsangebote aus. In den 20 Jahren, in denen in Wiesbaden mittlerweile über die Einführung der Straßenbahn diskutiert wurde, haben Städte wie Freiburg, Karlsruhe, Ulm, Frankfurt und auch Mainz ihr Netz massiv ausgebaut – und damit von den Zuschüssen profitiert, die auch in unserer Region erwirtschaftet wurden.

 

So haben sich die Investitionen in Freiburg bezahlt gemacht.

Freiburg hat in ein Straßenbahnsystem investiert und profitiert. Oberbürgermeister Martin Horn weiß: Die Fördermöglichkeiten waren noch nie so gut wie heute. 

Video Vordergrund

   

 

Warum fördern Bund, Land und Stadt die CityBahn?

Ein Mann mit Brille und grüner Krawatte lächelt in die Kamera.
Wir wollen den Öffentlichen Personennahverkehr noch attraktiver und moderner machen. Mit unserer Novelle des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes sorgen wir dafür, dass künftig deutlich mehr Mittel für dringende Investitionen in den Neu- und Ausbau im Nahverkehr zur Verfügung stehen. Das Geld kommt damit sofort bei den Bürgern an.
Andreas Scheuer

Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

Ein Mann mit schwarzer Brille gestikuliert.
Ich bin überzeugt, dass die CityBahn viele Pendler zum erstmaligen Umstieg auf den ÖPNV bewegen kann und die Investition sich daher rechnet. Eine Verknüpfung von Bad Schwalbach und Wiesbaden auf der einen Seite und eine Verbindung der zwei Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden mit der CityBahn ist eine Riesen-Chance – übrigens auch für den Wohnungsmarkt!
Tarek Al-Wazir

Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Ein Mann mit weißem Hemd und grauem Blazer lächelt in die Kamera.
Die CityBahn ist ein Jahrhundertprojekt und ebenso eine Jahrhundertchance für eine menschengerechte Stadt. Sie ist ein zentraler und notwendiger Bestandteil der Lösung unserer unbestreitbaren Verkehrsprobleme. Nicht zuletzt ist sie auch eine Frage des sozialen Zusammenhalts, ein Projekt für die Menschen, die tagtäglich auf einen gut funktionierenden ÖPNV angewiesen sind.
Gert-Uwe Mende

Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden

EIn Mann im Anzug sitzt an einem Schreibtisch.
Zukunftsfähige Mobilität ist eines der wichtigsten Themen dieser Zeit. Aus Mainz kommt daher ein klares Ja zur CityBahn. Wir haben die einmalige Chance, ein städte- und länderübergreifendes Straßenbahnsystem zu schaffen und eine Modellregion für nachhaltige Mobilität in Deutschland zu werden.
Michael Ebling

Oberbürgermeister der Stadt Mainz

Ein Mann in weißem Hemd lächelt in die Kamera.
Die CityBahn ist das wichtigste Verkehrsinfrastrukturprojekt in der Kreisregion Aartal mit der Kreisstadt Bad Schwalbach und der größten Stadt im Kreis: Taunusstein. Sie bietet 70.000 Bewohnerinnen und Bewohnern der Region ein komfortables Mobilitätsangebot zur Schule, zur Hochschule, zur Arbeit oder zum Einkaufen.
Frank Kilian

Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises

Schon gewusst? Der Autoverkehr kostet Kommunen das Dreifache des ÖPNV.

 

Welche Kosten verursachen die verschiedenen Verkehrsmittel eigentlich wirklich? Genau mit dieser Frage hat sich Verkehrswissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer in einem Forschungsprojekt beschäftigt und ein Rechenmodell entwickelt, das die Kosten der verschiedenen Verkehrssysteme wie ÖPNV, Pkw-, Lkw-, Fahrrad- und Fußverkehr miteinander vergleicht. Das Ergebnis: Der Pkw-Verkehr in einer deutschen Großstadt ist dreimal so teuer wie der Öffentliche Personennahverkehr.

Quelle: unikims.de

So haben andere Städte profitiert:

Viele deutsche Städte haben in den vergangenen Jahren die Förderung des Bundes über das GVFG genutzt und ihre S-Bahn, Stadt- und Straßenbahnsysteme ausgebaut:

Frankfurt Stadtbahnerschließung Europaviertel

S-Bahn Rhein-Main, 4-gleisiger Ausbau Frankfurt – Bad Vilbel – Friedberg

Stadtbahn Rhein-Ruhr, Düsseldorf, Wehrhahnlinie

Karlsruhe, Stadtbahn, Innenstadterschließung

Stadtbahn Rhein-Sieg, Nord-Süd-Stadtbahn Köln

OnlineDialog Live: "Die Investition" mit Petra Strauß und Uwe Hiltmann

Video Vordergrund

Häufig gestellte Fragen zur Investition und Förderung

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Nutzen-Kosten-Untersuchung