Wir verbinden heute und morgen.

Hier erfahren Sie alles zu unserer Vision von klimafreundlicher Mobilität.

Die Region morgen

Gemeinsam arbeiten Mainz, Wiesbaden und der Rheingau-Taunus-Kreis an modernen Mobilitätsoptionen.

Der Öffentliche Personennahverkehr in Mainz, Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis soll attraktiver werden. Gleichzeitig wünschen wir uns eine saubere Region mit mehr Lebensqualität. Um das zu erreichen, soll der Übergang zwischen den Verkehrsmitteln erleichtert werden. Dieser attraktive Mix von Verkehrsangeboten soll künftig immer mehr Autofahrer zum Umstieg bewegen. Dazu treiben Mainzer Mobilität, ESWE Verkehr und die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund den Ausbau von Fahrradmietstationen, Carsharing-Angeboten und Anruf-Sammel-Taxis voran und schaffen neue Mobilitätsstationen.

 

Drei Säulen für Mobilität und Zukunft

Die Vision vom emissionsfreien Verkehr fußt auf drei Säulen.

Als wichtigsten Baustein für die Mobilität der Zukunft in der Region planen Mainzer Mobilität, ESWE Verkehr und die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund ein neues Schienenkonzept: Die CityBahn soll ab 2022 zwischen Mainz Hauptbahnhof und der Hochschule RheinMain verkehren und täglich bis zu 100.000 Fahrgäste transportieren – unmittelbar darauf soll die Linie über Taunusstein bis nach Bad Schwalbach verlängert werden. Pendler aus dem Rheingau-Taunus-Kreis können ihre Autos dort auf Parkplätzen abstellen und stressfrei mit der Tram ins Zentrum fahren.

Die Stadt Mainz hat sich mit der „Mainzelbahn“ und der „Zollhafenbahn“ schon früher für ein Straßenbahnnetz und dessen Ausbau entschieden. Der Erfolg der Straßenbahn zeigt sich vor allem im Mobilitätsmix der Landeshauptstadt: Mit einem ÖPNV-Anteil von 22 Prozent am gesamten Verkehrsmarkt steht Mainz deutlich besser da als beispielsweise das benachbarte Wiesbaden (15,9 Prozent) ohne eine Straßenbahn. Ab Ende 2018 sollen zudem nur noch Busse mit Euro-6-Norm durch Mainz fahren, mittelfristig plant die Landeshauptstadt mit H2- und E-Bussen. Spätestens im September 2019 wird die Mainzer Mobilität ihre ersten vier Elektrobusse in Betrieb nehmen und diese im Linienbetrieb einsetzen. Ebenfalls bis Herbst sollen vier mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenbusse erstmals im Mainzer Liniennetz eingesetzt werden. Parallel dazu gehen die Mainzer Mobilität, die Mainzer Stadtwerke und die Stadt den nächsten Schritt auf dem Weg hin zum schrittweisen Umstieg auf eine abgasfreie Busflotte: Im Laufe des Jahres 2021 sollen 23 batteriebetriebene Elektrobusse angeschafft werden – vorausgesetzt, der Bund steigt in die Förderung ein.  

Neben der CityBahn tragen Elektro- und Brennstoffzellenbusse als weitere Pfeiler die Vision vom emissionsfreien Verkehr in Wiesbaden. Kürzere Strecken sollen schon bald komplett von Elektrobussen übernommen werden. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit wird die Anschaffung der ersten 56 Elektrobusse im Zuge der kompletten Substituierung der Dieselbus-Flotte von ESWE Verkehr mit 14,5 Millionen Euro fördern. Im April hat die ESWEW die 56 voll elektrischen Busse beim Hersteller Mercedes bestellt, im Oktober und im November 2019 sollen je fünf Busse im Linienverkehr starten. Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb kommen auf Linien zum Einsatz, die aufgrund großer Distanzen und der langen Umlaufzeiten einen hohen Energiespeicherbedarf haben.

 

CityBahn & Straßenbahn

Hochfrequentierte Linien

Elektrobusse

Stadtverkehr, kurze und mittlere Verbindungen

Brennstoff- zellenbusse

Längere Relationen

Das Rückgrat unserer Vision

Die CityBahn wird Herzstück des emissionsfreien ÖPNV in der Region zwischen Hessen und Rheinhessen.

In Zukunft wird die CityBahn die Lärm- und Abgasemissionen deutlich verringern. Neben ihrer guten Ökobilanz wird sie mit verkürzten Reisezeiten überzeugen. Auch die Innenstadt kann die moderne Straßenbahn deutlich entlasten: Da sie mehr Fahrgäste aufnehmen kann, ist sie leistungsfähiger als der Bus. Während in einer CityBahn 440 Fahrgäste Platz finden, würden an gleicher Stelle sonst vier Gelenkbusse, sechs Standardbusse oder 400 Autos fahren.

440 Personen
=

1 CityBahn

Bildlicher Vergleich

oder
3 Gelenkbusse

Bildlicher Vergleich

oder
6 Standardbusse

Bildlicher Vergleich

oder

400 PKW

Bildlicher Vergleich

Mainz, Wiesbaden und der Rheingau-Taunus-Kreis heute

Eines der größten Probleme der beiden Landeshauptstädte ist der Verkehr. Mit der wachsenden Mobilitätsnachfrage sind Stau, Lärm und eine hohe Luftverschmutzung in den Städten und im Umland programmiert. Pendler aus dem Rheingau-Taunus-Kreis stehen täglich im Stau. Und auch der Öffentliche Personennahverkehr stößt zunehmend an seine Grenzen.

 

Die Landeshauptstädte wachsen

Immer mehr Menschen möchten in Metropolen wohnen, in denen sie Bildung, Arbeit und ein hohes Maß an Lebensqualität finden. Rund 500.000 Einwohner leben derzeit in Mainz und Wiesbaden – und die Städte werden weiter wachsen. Diese Entwicklung spiegelt auch der Öffentliche Personennahverkehr: 2018 beförderten Mainzer Mobilität und ESWE Verkehr zum ersten Mal mehr als 115 Millionen Fahrgäste.

Die Region versinkt im Stau

In Wiesbaden nutzt momentan gut die Hälfte der Einwohner für ihre Alltagswege den eigenen Wagen, in Mainz sind es rund 40 Prozent – hier drohen sogar Fahrverbote. Mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sind 16 Prozent der Wiesbadener und 22 Prozent der Mainzer unterwegs. Darüber hinaus pendeln täglich rund 20.000 Menschen aus dem Rheingau-Taunuskreis in Richtung Wiesbaden.

Immer mehr Schadstoffe

Der Verkehr ist der Klimakiller Nr. 1 in Mainz und Wiesbaden. Durch den enormen Autoverkehr sind nicht nur Stau, sondern auch hohe Lärm- und Luftbelastungen programmiert. So verwundert es nicht, dass die Grenzwerte für Stickstoffdioxid in beiden Landeshauptstädten regelmäßig überschritten werden. Anfang 2016 hat die Deutsche Umwelthilfe aus diesem Grund deshalb Klage eingereicht – die Klage gegen die Stadt Wiesbaden hat die DUH inzwischen zurückgezogen.

Busse am Limit

Mit der „Mainzelbahn“ und der „Zollhafenbahn“ hat sich die Stadt Mainz bereits für ein Straßenbahnnetz und dessen Ausbau entschieden. Der ÖPNV-Anteil am gesamten Verkehrsmarkt liegt hier bereits bei rund 22 Prozent. In Wiesbaden ist das engmaschige Busnetz mittlerweile an seiner Leistungsgrenze angelangt. Für eine Erhöhung der Abfahrtfrequenz fehlt auf den Straßen und an den Haltestellen der Raum. Bei einer noch größeren Anzahl an Bussen würden sich die Fahrzeuge gegenseitig behindern. Der Anteil des ÖPNV am gesamten Stadtverkehr stagniert deshalb bei rund 16 Prozent.