Konzept und Gesamtnetz

In den benachbarten Landeshauptstädten Mainz und Wiesbaden leben derzeit rund 500.000 Einwohner – und von Jahr zu Jahr werden es mehr. Diese Entwicklung spiegelt auch der Öffentliche Personennahverkehr: 2017 beförderten Mainzer Mobilität und ESWE Verkehr zum ersten Mal mehr als 108 Millionen Fahrgäste. Doch auch der Autoverkehr nimmt stetig zu. Die Folgen sind nicht nur Stau, sondern auch zu hohe Lärm- und Luftbelastungen, an vielen Punkten werden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid regelmäßig überschritten. Anfang 2016 hat die Deutsche Umwelthilfe deshalb Klage gegen die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz eingereicht, im Februar 2018 entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, dass ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge möglich ist. Beide Landeshauptstädte haben bereits darauf reagiert und erste Maßnahmen ergriffen, um die Gerichte davon zu überzeugen, auf Fahrverbote zu verzichten. Künftig fördern sie gemeinsam die E-Mobilität sowie den Radverkehr und vernetzen die verschieden Verkehrsträger.

Darüber hinaus planen Mainzer Mobilität und ESWE Verkehr ein neues Schienenkonzept: Die CityBahn soll ab 2022 zwischen Mainz Hauptbahnhof und der Hochschule RheinMain verkehren und täglich bis zu 100.000 Fahrgäste befördern. Somit sollen jährlich rund 4.500 Tonnen CO2 eingespart werden. Im Gegensatz zu den vergangenen Planungen wird bei der CityBahn eine Mitnutzung der bestehenden Mainzer Straßenbahninfrastruktur von Beginn an eingeplant. Das rückt die beiden Städte nicht nur näher zusammen, sondern spart vor allem Kosten. Perspektivisch können durch eine Mitnutzung des Mainzer Straßenbahnnetzes durch die CityBahn zusätzliche umsteigefreie Verbindungen zwischen Wiesbadener und Mainzer Stadtteilen entstehen – insbesondere, wenn die CityBahn in der Region zu einem Netz ausgebaut wird.

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